TT-Piet
TT-Holz Eigenbau
Infos zu Furnieren
Spieleigenschaften A
Spieleigenschaften B
Bestandshölzer
Empfehlungen

Für alle, die die Herstellungsweise eines TT-Holz Eigenbaus interessiert:

1. Planung der möglichen bzw. sinnvollen Furnierkombinationen, Berechnung des voraussichtlichen Gewichts 

2. Schneiden bzw. Sägen der benötigten Furniere auf ca. L/B 16 x 27 bzw. 27 x 16 cm

3. einzelnes Verleimen der Furniere (ca. 10g pro Schicht) in Kreuzverleimung (abwechselnd Längs- und Quermaserung), bei Hartholz ggf. beidseitig

4. Möglichst gleichmäßiges Pressen der Furniere zwischen zwei 19 mm Sperrholzplatten mit 6 Schraubzwingen, Abstand vom Rand ca. 4 cm

5. mindestens 1-2 Tage Trocknungszeit für den Holzleim. Nach meinen letzten Erkenntnissen empfiehlt es sich aber, die Furnierplatte besser mindestens 3-4 Tage zu pressen (oder zumindest nach 2 Tagen Pressen noch ohne Schraubzwingen zwischen den Pressplatten zu lassen), da diese Maßnahme das Risiko von Verzug verringert

6. Anzeichnen mittels Schablone und Aussägen des Schlägerblattes mit der Dekupiersäge, alternativ geht natürlich auch eine Laubsäge

7 Nachbearbeiten von Unebenheiten mit feinem Raspel und Feile bzw. Elektrofeile, Glattschleifen der Kanten mit Schwingschleifer und Schleifpapier

8. Herstellen der Griffschalen, in der Regel Aussägen von kleinen Rechteckleisten verschiedener Holzarten mit einem Maß von ca. 11 x 3,7 cm und (Kreuz-)Verleimung, Pressen + Trocknen

9. Anzeichnen und Aussägen der Griffschalen, Nacharbeiten der Griffschalen mit Raspel und (Elektro-)Feile

10. ggf. Anleimen und zusammenpressen eines vorher ausgesägten und passend gefeilten kleinen Reststückes für eine Griffverlängerung, falls die Grifflänge bei kurzer Furnierplatte und/oder großem Schlägerblatt kleiner als ca. 10,0 - 10,2 cm ist

11. Verleimen der Griffschalen mit dem Schlägerholz nach Ausmessen des Mittelpunktes und der korrekten Ansatzhöhe für den Griff (meist ca. 9,0 – 9,5 cm Stegbreite), Aufsetzen und Pressen der Griffschalen, prüfen der beidseitigen Übereinstimmung

12. Bei den Griffschalen reicht in der Regel eine Trocknungszeit je nach verwendetem Holzleim von ca. 2 Stunden

13. abschließende Modellierung der Griffschalen mit Schleifmaschine, grobem und feinen Raspel, Elektrofeile, Feile, Schwingschleifer und Schleifpapier

14 leichtes anschleifen der Schlagfläche und beidseitiges auftragen einer Holzversiegelung 
(Holzlasur oder für häufige Belagwechsel Siegel-Lack) zum Schutz gegen Ausriss (inkl. Griff).

15. mindestens 1-2 Stunden, besser aber noch mal 1 Tag Trocknungszeit für die Lasur, anschließend leichtes Anschleifen der Schlagfläche mit feinem Schleifpapier, damit die Holzoberfläche wieder schön glatt wird

16. abschließende Überprüfung des gesamten Schlägers mit Endschliff inkl. Nachschleifen von Griff und Kanten, solange, bis das Holz gut und bequem (ohne störende Kanten) in der Hand liegt.

Im Allgemeinen lässt sich ein Holz gemäß der o. a. Arbeitsschritte in ca. 1,5 Stunden bauen (je nach Geschick und weiteren Faktoren wie Holz- bzw. Griffhärte auch etwas mehr oder weniger).

Sofern sich wider Erwarten eine Furnierplatte mehr als ca. 1-2 mm verzogen hat, kommt nach Bearbeitungsschritt 5 ein leichtes Abschleifen der "stärkeren" Seite, leichtes Anfeuchten beider Seiten und erneutes Pressen (mindestens 1-2 Tage). Nicht selten wird die Furnierplatte dadurch wieder (relativ) gerade.

Falls das Holz dann immer noch verzogen ist bzw. sich im nachhinein verzogen hat, nachdem es fertig gebaut wurde, habe ich ein Holz häufig noch „retten“ können, indem ich je nach Aufbau auf die „stärkere“ oder "schwächere" Seite ein weiteres Furnier in Kreuzverleimung aufgebracht habe und den fertigen Schläger bzw. die Schlagfläche noch mal möglichst gleichmäßig gepresst habe und 1-2 Tage in der Presse belassen habe. Das zusätzliche Furnier kann man am besten vorab schon anzeichnen und vor dem Aufleimen passend ausschneiden (beim Aussägen würde das Furnier häufig splittern). Anschließend werden die Kanten wieder glattgeschliffen. Notfalls kann man diesen Vorgang wiederholen, muss aber sicherlich das (höhere) Gewicht im Auge behalten.

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